Pflege HF

Berufsbild

Pflegende begleiten und unterstützen Menschen in allen Lebensphasen, von Säuglingen bis zu Hochbetagten. Dipl. Pflegefachpersonen HF arbeiten mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen, dem Pflegeteam sowie mit Mitarbeitenden aus anderen Fachbereichen zusammen.

Sie übernehmen die Pflege vom Eintrittsgespräch bis zur Austrittsplanung. In Zusammenarbeit mit Medizinern und Therapeuten übernehmen Sie die Ausführung der organisatorischen und medizinisch-technischen Aufgaben. So verabreichen sie z.B. Medikamente in Form von Tabletten, Infusionen oder Spritzen, versorgen Wunden und wechseln Verbände.

Dipl. Pflegefachpersonen HF arbeiten eng mit Patienten und ihren Familien zusammen. Als engste Kontaktperson der Patienten beobachten sie den Krankheitsverlauf und Heilungsprozess genau und unterstützen sie wo nötig bei Alltagstätigkeiten wie Waschen, Kleiden oder Essen. Auf der Station sind dipl. Pflegefachpersonen HF verantwortlich für die Führung der Fachpersonen Gesundheit (FaGe).

Bildungsgänge

Verantwortlich für das Programm Pflege HF

Informationsveranstaltungen

Hier finden Sie die aktuellen Daten und weitere Informationen.

Pflege HF für FaGe

Im Rahmenlehrplan für Bildungsgänge der Höheren Fachschulen „Pflege“ wird die Anrechenbarkeit des einschlägigen eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) Fachfrau/-mann Gesundheit (FaGe) neu geregelt. Für die Inhaberinnen und Inhaber eines einschlägigen EFZ FaGe kann die HF-Ausbildung Pflege um 1800 Lernstunden verkürzt werden.

Grundsätzlich können Sie sich an den Vorgaben für den regulären Bildungsgang Pflege HF orientieren. Die folgenden Umsetzungs- und Zulassungsbedingungen stellen die Ausnahmen gegenüber dem regulären Bildungsgang Pflege HF dar:

Start

Frühling (JW 12)
Herbst (JW 38)

Dauer

4 Semester
3. und 4. Semester: 1. Jahr
5. und 6. Semester: 2. Jahr

Aufteilung der Lernbereiche

Analog des regulären Studienganges

Praktikumsqualifikation

Reguläre Praktikumsqualifikation vom 2. und 3. Ausbildungsjahr (ohne Anpassungen)

Löhne

Lohnempfehlungen analog den Vorgaben der OdA G ZH

Das Zulassungsverfahren ist Voraussetzung für die Aufnahme für die Pflege HF. Die Rahmenbedingungen des regulären Zulassungsverfahrens wurden in den folgenden Punkten für den 2-jährigen Bildungsgang angepasst:

Schritt 1: Eignungstest

Alle Studierenden führen den Eignungstest durch.

Schritt 2: Integriertes Eignungspraktikum für FaGe

Fremdbeurteilung
Die Kriterien der bisherigen Fremdbeurteilung werden übernommen. Die Fremdbeurteilung findet am aktuellen Arbeitsort der Kandidatin / des Kandidaten statt.

Die Anforderungen für die Empfehlung einer verkürzten Ausbildung sind neu wie folgt definiert:

  • Die Gesamtpunktzahl beträgt mindestens 23 (von maximal 30 Punkten)
  • Die Kriterien Initiative und Eigenständigkeit, Kommunikation und Erfassen von Zusammenhängen werden jeweils mit 3 Punkten beurteilt.
  • Es darf kein Kriterium unter 2 Punkten beurteilt werden.

Der Praxisbetrieb entscheidet schriftlich am Ende der Fremdbeurteilung, ob die Studierenden für den 2- oder 3-jährigen Bildungsgang angestellt werden.

Selbstbeurteilung
Die Kriterien der bisherigen Selbstbeurteilung werden übernommen. Die Studierenden kreuzen am Ende der Selbstbeurteilung ihren Wunsch (2- oder 3-jährig) an und begründen diesen schriftlich.

Schritt 3: Portfolio

Das Portfolio wird anhand der bisherigen Kriterien vollständig eingereicht.

Schritt 4: Eignungsgespräch

Die Kriterien vom bisherigen Eignungsgespräch werden übernommen.

Die Anforderungen für die Empfehlung zu einer verkürzten Ausbildung sind neu wie folgt definiert:

  • Die Gesamtpunktzahl beträgt mindestens 28 (von maximal 39 Punkten)
  • Im Bereich der Fachkompetenz sind mindestens 10 Punkte zu erreichen
  • Es darf kein Kriterium unter 2 Punkten beurteilt werden

Zulassungsentscheid

Die Bildungszentren entscheiden auf Grund der Zulassungskriterien und den Empfehlungen der Praxis sowie den Wünschen der Kandidatin bzw. des Kandidaten. Die Praxisinstitution entscheidet, ob sie die Studierende / den Studierenden für den 2- oder den 3-jährigen Bildungsgang anstellt.

Arbeitsfelder

Dipl. Pflegefachpersonen HF arbeiten während und nach ihrer Ausbildung in folgenden

Institutionen:

  • Spitäler
  • Psychiatrien
  • Alters- und Pflegeheime
  • Spitalexterne Pflegeeinrichtungen
  • Einrichtungen für Rehabilitation
  • Ambulante Einrichtungen
  • Behindertenheime

in diesen

Arbeitsfeldern:

  • Pflege und Betreuung von Menschen mit Langzeiterkrankungen
  • Pflege und Betreuung von Kindern, Jugendlichen, Familien
    und Frauen (nur Berufsbegleitender Bildungsgang Pflege HF)
  • Pflege und Betreuung psychisch erkrankter Menschen
  • Pflege und Betreuung von Menschen in Rehabilitation
  • Pflege und Betreuung somatisch erkrankter Menschen
  • Pflege und Betreuung von Menschen zu Hause

Es wird empfohlen, dass Sie sich vor Beginn der Ausbildung für ein Arbeitsfeld der Pflege entscheiden. Dadurch wird gewährleistet, dass Sie eine für Sie optimale Ausbildung am ZAG und den Praktikumsbetrieben absolvieren werden.

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung findet je zur Hälfte am ZAG sowie in verschiedenen Praktikumsinstitutionen statt und gliedert sich in Theorie- und Praxissemester.

Während dieser Zeit finden einzelne Unterrichte im Lernbereich Training und Transfer (LTT) statt. Durch das Training von pflegerischen Fähigkeiten und Fertigkeiten in einer dazu eingerichteten Lernumgebung werden Sie gezielt auf Ihre Aufgaben als dipl. Pflegefachperson vorbereitet.

Darüber hinaus werden Sie in den Theoriesemestern Unterrichte besuchen, welche mit einem Zertifikat abschliessen:

  • Basiskurs Aggressionsmanagement
  • Basic Life Support Professional

Zum Abschluss der Ausbildung absolvieren Sie das Qualifikationsverfahren. Hierbei zeigen Sie anhand der drei Prüfungsteile auf, dass Sie die Kompetenzen der dipl. Pflegefachpersonen erworben haben. Das Qualifikationsverfahren besteht aus folgenden Elementen:

  • Praxisorientierte Diplomarbeit
  • Praktikumsqualifikation 3. Bildungsjahr
  • Fachgespräch

Wenn Sie alle drei Prüfungsteile bestanden haben, wird Ihnen das Diplom zur dipl. Pflegefachperson HF erteilt.

Ausbildungsverläufe nach Studiengängen

Ausbildungsbeginn Frühling (Grafik)
Ausbildungsbeginn Herbst (Grafik)

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

Anstellung

Die Studierenden stehen in einem Ausbildungsverhältnis mit dem ZAG. Für die Praktika erhalten die Studierenden eine Entschädigung. Die Auszahlung erfolgt monatlich durch die Praktikumsbetriebe. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Empfehlung der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit Zürich (OdA G ZH). Die Angaben hierfür finden Sie auf der Website der OdA G ZH.

Studierende Pflege HF sind über die gesamte Dauer der Ausbildung oder während eines Teils davon (ein respektive zwei Jahre) Mitarbeitende eines Betriebs. In die arbeitsrechtlichen und sozialversicherungstechnischen Leistungen sind sie in der jeweiligen Arbeitgeberschaft eingebunden.

Schulgeld

Interkantonale Vereinbarung über die Höheren Fachschulen (HFSV)

Ab dem Studienjahr 2015/2016 tritt die Interkantonale Vereinbarung über die Höheren Fachschulen (HFSV) in Kraft, welche für die Studierenden eine verbesserte Freizügigkeit bringt. Sind Sie seit mindestens zwei Jahren in der Schweiz wohnhaft, werden Ihre Ausbildungskosten durch den Wohnkanton übernommen.

Für die Beteiligung des Kantons Schaffhausen am Bildungsgang Pflege HF Vollzeit gelten zurzeit besondere Bedingungen, da der Kanton Schaffhausen von der in der HFSV festgehaltenen Übergangsfrist Gebrauch gemacht hat (Art. 16 Abs. 2 HFSV). Das heisst, dass Studierende aus dem Kanton Schaffhausen ein Gesuch zur Kostengutsprache einreichen müssen. Wird dieses verweigert, ist das Schulgeld durch die Studierenden selbst oder durch Dritte zu bezahlen.

Für Studierende aus dem Ausland

Ab dem Studienjahr 2015/2016 haben Studierende aus dem Ausland Anrecht auf die Übernahme des Schulgeldes durch ihren Wohnsitzkanton.

Bei Fragen zum Schulgeld stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Administration Zulassung, Tel. 052 266 09 18, zulassung@zag.zh.ch

Voraussetzungen

Eine absolvierte und bestandene Eignungsabklärung ist Voraussetzung für die Höhere Fachschule. Das Mindestalter für das Verfahren ist 17 Jahre. Schulische Voraussetzungen sind eine dreijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder ein allgemeinbildender Abschluss (DMS/FMS oder Matura). Ein positives Abklärungsresultat bleibt drei Jahre gültig.

Praktikumsinstitutionen

Arbeitsfeld Pflege und Betreuung von Menschen mit Langzeiterkrankungen

Stiftung Amalie Widmer

Stiftung Amalie Widmer
Amalie Widmerstr. 11
8810 Horgen ZH

Stadt Winterthur

Alterszentrum Adlergarten
Gärtnerstrasse 1
8402 Winterthur

Stadt Winterthur

Alterszentrum Brühlgut
Waldhofstrasse 1
8400 Winterthur

Stadt Winterthur

Alterszentrum Neumarkt
Neumarkt 6
8400 Winterthur

Stadt Winterthur

Alterszentrum Oberi
Stadlerstrasse 164
8404 Winterthur

Stadt Winterthur

Alterszentrum Rosental
Rosentalstrasse 65
8400 Winterthur

Residenz Bethesda

Residenz Bethesda
Rietstrasse 24
8700 Küsnacht

EPI WohnWerk

EPI WohnWerk
Schweizerische Epilepsie-Stiftung
Bleulerstrasse 60
8008 Zürich

Pflegezentrum Embrach

Pflegezentrum Embrach
Römerweg 51
8424 Embrach

Geratrium Pfäffikon ZH

Geratrium Pfäffikon ZH
Hörnlistrasse 76
8330 Pfäffikon ZH

Pflegezentrum Bächli

Pflegezentrum Bächli
Im Bächli 1
8303 Bassersdorf

Stadt Zürich
Pflegezentren
Walchestrasse 31
Postfach 3251, 8021 Zürich

Spital Affoltern

Spital Affoltern
Sonnenbergstrasse
8910 Affoltern am Albis

Spital und Pflegezentrum Limmattal

Spital und Pflegezentrum Limmattal
Urdorferstrasse 100
8952 Schlieren

Seniorenzentrum Wiesengrund

Seniorenzentrum Wiesengrund
Wülflingerstrasse 7
8400 Winterthur

Arbeitsfeld Pflege und Betreuung von Menschen zu Hause

Spitex Stadt Winterthur

Spitex Stadt Winterthur
Technikumsstrasse 73
8402 Winterthur

Spitex Zürich Limmat

Spitex Zürich Limmat AG
Nordstrasse 20 / Postfach 434
8042 Zürich

Spitex Zürich Limmat

Spitex Zürich Sihl
Staubstrasse 15
8038 Zürich

Arbeitsfeld Pflege und Betreuung psychisch erkrankter Menschen

Clienia Bergheim AG

Clienia Bergheim AG
Psychiatrische Langzeitpflege
Holländerstrasse 80
8707 Uetikon am See

Clienia Schlössli AG

Clienia Schlössli AG
Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
8618 Oetwil am See

ipw

Integrierte Psychiatrie Winterthur - Zürcher Unterland
Wieshofstrasse 102
Postfach 144
8408 Winterthur

Klinik Meissenberg AG

Klinik Meissenberg AG
Psychiatrische und Psychotherapeutische Spezialklinik für Frauen
Meisenbergstrasse 17
Postfach 1060
6301 Zug

Psychiatrische Privatklinik

Psychiatrische Privatklinik
Sanatorium Kilchberg
Alte Landstrasse 70-84
8802 Kilchberg ZH

Psychiatrische

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
Lenggstrasse 31
Postfach 1931
8032 Zürich

Psychiatrische

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
Alleestrasse 54
8462 Rheinau

Arbeitsfeld Pflege und Betreuung somatisch erkrankter Menschen

Spital Wetzikon

GZO Spital Wetzikon
8620 Wetzikon ZH

Klinik Hirslanden

Klinik Hirslanden
Witellikerstrasse 40
8032 Zürich

Hirslanden - Klinik Im Park

Klinik Im Park
Seestrasse 220
8027 Zürich

Kantonsspital Winterthur

Kantonsspital Winterthur
Brauerstrasse 15
Postfach 834
8401 Winterthur

Schweiz. Epilepsie-Zentrum

Klinik Lengg AG
Bleulerstrasse 60
8008 Zürich

See-Spital

See-Spital
Asylstrasse 19
8810 Horgen

Spital Bülach

Spital Bülach
Spitalstrasse 24
8180 Bülach

Kreisspital Männedorf

Spital Männedorf
Asylstrasse 10
8708 Männedorf

Spital Uster

Spital Uster
Brunnenstrasse 42
8610 Uster

Stadtspital Triemli Zürich

Stadtspital Triemli Zürich
Birmensdorferstrasse 497
8063 Zürich

Stadtspital Waid Zürich

Stadtspital Waid Zürich
Tièchestrasse 99
CH-8037 Zürich

Universitätsklinik Balgrist

Universitätsklinik Balgrist
Forchstrasse 340
8008 Zürich

Universitätsspital Zürich

Universitätsspital Zürich
Rämistrasse 100
8091 Zürich

Zürcher Höhenklinik Wald

Zürcher RehaZentrum Wald
Faltigbergstrasse 7
8636 Wald

Zürcher RehaZentrum Davos

Zürcher RehaZentrum Davos
Klinikstrasse 6
7272 Davos Clavadel

Dokumente Praxis

Hier finden Sie wichtige Formulare für den Ausbildungsgang Pflege HF zum downloaden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Isabel Bur, Verantwortliche Zusammenarbeit Institutionen, zusammenarbeit.institutionen@zag.zh.ch, Telefon 052 266 09 57.

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