Aktuelles

ZIPAS speziell gewürdigt - Gesundheitsnetz 2025

Gesundheitsnetz 2025: Gewinner Projektwettbewerb 2019

Suizidrisiko nach Psychiatrieaufenthalt mit Überbrückungsangeboten senken

Das Gesundheitsnetz 2025 sucht jedes Jahr innovative Projekte, welche die integrierte Gesundheitsversorgung in Zürich fördern. Dieses Jahr wurden 15 Projekte eingereicht und die Jury hat das «Modellprojekt Patienten-Nachsorge nach Austritt aus einer Psychiatrieklinik zur Reduktion des Suizidrisikos» für den Förderpreis ausgewählt. Das Projekt wird im Rahmen des kantonalen Schwerpunktprogramms zur Suizidprävention umgesetzt.

Das Gesundheitsnetz 2025 (GN2025) setzt sich für eine integrierte Gesundheitsversorgung in Zürich ein. Seit 2011 sucht das GN 2025 im Rahmen eines Wett­bewerbes jährlich nach Projekten im Kanton Zürich, die sich durch die Kriterien Patientennutzen, Vernetzung und Innovation speziell auszeichnen. Von 15 eingereichten Projekten hat die Jury, bestehend aus sechs Kennern der Zürcher Gesundheitsversorgung, dem «Modellprojekt Patienten-Nachsorge nach Austritt aus einer Psychiatrieklinik zur Reduktion des Suizidrisikos», das von Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich koordiniert wird, den Förderpreis verliehen. Dieser ist mit 10'000 Franken dotiert und wird von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich gesponsert.

Das Projekt ist Teil des kantonalen Schwerpunktprogramms zur Suizidprävention. Wichtigste Projektpartner sind die psychiatrischen Kliniken im Kanton Zürich und die Nachbehandelnden wie z.B. Hausärztinnen, Spitex, niedergelassene Psychiater oder Psychotherapeutinnen. An runden Tischen werden die Austritte von Patientinnen und Patienten bereits während des Klinikaufenthaltes vorbereitet und Hausbesuche organisiert. Mit diesen Überbrückungsangeboten wird die Nachsorge der Patientinnen und Patienten so organisiert, dass diese während des krisenanfälligen Übergangs in ein Helfernetz eingebunden sind. So können sich Patientinnen und Patienten zu Hause und im Alltag besser zurechtfinden, wodurch Krisen vorgebeugt und das Suizidrisiko gesenkt wird. Die Umsetzung ermöglicht ein spezielles Vergütungsmodell.

Patrick Holzer, Jury-Präsident und Hausarzt in Zürich Wiedikon, ist überzeugt: «Diese neuen Versorgungsmodelle überwinden auch die Vergütungsgrenzen zwischen dem stationären und ambulanten Bereich. Das ist realitätsnah und ermöglicht die nahtlose Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Suizidrisiko. Ich hoffe, diese Brücke zwischen ambulanter und stationärer Betreuung macht auch bei anderen Diagnosen Schule».

Speziell gewürdigt hat die Jury zudem das Projekt «Zürcher Interprofessionelle klinische Ausbildungsstation (ZIPAS)», wo sich sechs Zürcher Institutionen zusammenschlossen, um die interprofessionelle Zusammenarbeit während der praktischen Ausbildung im Spital zu ermöglichen. Die Jury des GN2025 sieht dies als eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit zwischen Professionen und Organisationen und somit auch als Hoffnungsträger der integrierten Gesundheitsversorgung in Zürich.

Das Gesundheitsnetz 2025 wurde vor zehn Jahren gegründet und vereint über 30 Akteure aus dem Zürcher Gesundheitswesen. Der Verein engagiert sich für neue Zusammenarbeitsformen und innovative Angebote, um die patientenorientierte, integrierte Gesundheitsversorgung in der Region Zürich zu stärken. Neben dem jährlichen Projektwettbewerb werden auch Vernetzungsanlässe zu aktuellen Themen veranstaltet.