Assistent/in Gesundheit und Soziales (AGS) EBA

Berufsbild

Sie möchten Menschen mit körperlichen, geistigen oder sozialen Einschränkungen bei der Bewältigung des Alltags unterstützen, zum Beispiel bei der Körperpflege, beim Aufstehen oder beim Essen.

Sie arbeiten bei anderen Menschen im Haushalt mit oder sind beim Einkaufen behilflich. Sie übernehmen auch medizinische Arbeiten wie Blutdruck und Puls messen oder die Gewichtskontrolle. Administrative und logistische Aufgaben wie das Bestellen und Einräumen von Hygienematerial gehören ebenfalls zu ihrem Tagesablauf. Sie erkennen gesundheitliche Veränderungen bei den Patienten und holen Hilfe bei Bedarf.

Bildungsverordnung AGS

Informationen finden Sie auf der Website der OdA G ZH.

  • Anstellung

    Anforderungen und Voraussetzungen

    • Einfühlungsvermögen und Respekt vor den Klientinnen und Klienten, ihrer Lebensweise und ihren Ansichten
    • Praktisches Geschick
    • Fähigkeit zur Teamarbeit
    • Psychische Belastbarkeit
    • Körperliche Gesundheit
    • Sorgfältige Arbeitsweise
    • Bereitschaft zu unregelmässigen Arbeitszeiten

    Abgeschlossene obligatorische Schulzeit

    Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Laufbahnberatung Gesundheitsberufe.

    Lehrverhältnis

    Selektion und Anstellung der Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales für die zweijährige Grundbildung erfolgt über den Lehrbetrieb. Im Kanton Zürich bilden zum Beispiel Spitäler, Heime, psychiatrische Kliniken und Spitex-Institutionen AGS aus.

    Unter www.lena.zh.ch finden Sie das Verzeichnis der offenen Lehrstellen.

    Je nach Lehrbetrieb findet der schulische Unterricht am ZAG in Winterthur, BFS in Winterthur oder im Bildungszentrum Careum in Zürich statt. Die Zuteilung ist kantonal geregelt.

  • Berufskunde / Ausbildungsverlauf

    Drei Lernorte

    Die Ausbildung findet an drei Lernorten statt:

    • Berufspraxis: Institutionen des Gesundheits- und Sozialbereichs
    • Berufsfachschule: ein Tag pro Woche (Berufskunde, allgemeinbildender Unterricht und Sport)
    • Überbetriebliche Kurse

    Hier finden Sie die Bildungsverordnung und den Bildungsplan AG

     

    Kompetenzabfolge Berufskunde und Planungsinformationen

    Kompetenzabfolge 18 - 20 (1. Semester)

    Kompetenzabfolge 17 - 19 (3. Semester)

    Nachteilsausgleich Berufsfachschule und Qualifikationsverfahren

    Lernende mit diagnostizierten Behinderungen oder Lern- und Leistungsschwierigkeiten (wie Dyslexie, Dyskalkulie oder AD(H)S) können Massnahmen zum Nachteilsausgleich gemäss der Richtlinie „Gewährung von Nachteilsausgleichmassnahmen in der beruflichen Grundbildung“ beantragen.

    Die Richtlinie regelt die Voraussetzungen, das Verfahren und weitere Grundlagen zum Vollzug des Nachteilsausgleichs. Sie tritt auf den 1. August 2017 in Kraft. Bereits verfügte Massnahmen zum Nachteilsausgleich behalten ihre Gültigkeit.

    Das Antragsformular finden Sie hier.

    Das Antragformular inklusive Beilagen sind an Herr Mathias Nef, Programmleitung AGS für Nachteilsausgleichmassnahmen an der Berufsfachschule einzureichen.

    Qualifikationsverfahren (QV)

    Mittwoch, 19. Juni 2019

    Wegleitung zum Qualifikationsverfahren

    Schulferien

    Absenzwesen und Disziplinarreglement

    Schultage Schuljahr 2018-2019

    • AGS 18 a Montag
    • AGS 18 b Dienstag
    • AGS 18 c Mittwoch
    • AGS 18 d Freitag
    • AGS 18 e Montag
    • AGS 18 f Donnerstag

     

    • AGS 17 a Montag
    • AGS 17 b Freitag
    • AGS 17 c Dienstag
    • AGS 17 d Montag
    • AGS 17 e Mittwoch

     

    Stundenplanraster

    Überbetriebliche Kurse (ÜK)

    Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der OdA G ZH.

  • Allgemeinbildung (ABU)

    Der allgemeinbildende Unterricht soll die Lernenden dazu anhalten, unserer Gesellschaft und der Umwelt engagiert und kritisch gegenüber zu treten sowie die Freude und die Bereitschaft am Lernen fördern. Der Vermittlung von Kenntnissen über gesellschaftliche Zusammenhänge, dem Erwerb überfachlicher Kompetenzen (Selbst- und Sozialkompetenz, Methodenkompetenz sowie Sprach- und Kommunikationskompetenz) sowie der Persönlichkeitsbildung kommt in der Allgemeinbildung eine grosse Bedeutung zu.

    Der Lehrplan fasst die Aspekte der Allgemeinbildung (Recht, Wirtschaft, Politik, Ethik, Identität und Sozialisation Kultur, Ökologie) in einem einzigen Fach mit den beiden Bereichen Gesellschaft sowie Sprache und Kommunikation zusammen. Weitere Blickwinkel wie Gender, Geschichte und Nachhaltigkeit ergänzen diese Aspekte.

    Die Allgemeinbildung versucht, die Lernenden sowie ihre Lebenssituation einzubeziehen und ihnen einen breiten Blick auf die heutige Welt zu vermitteln.

    ABU Schullehrplan

  • Fachkundige individuelle Begleitung (FiB) und Stützunterricht

    Fachkundige individuelle Begleitung (FiB)

    Die FiB hat den Zweck, die Lernenden in der zweijährigen beruflichen Grundbildung zu befähigen, die Ausbildungsanforderungen und das Qualifikationsverfahren erfolgreich zu meistern und den Anschluss an weiterführende Qualifikationen zu fördern. Die FiB umfasst schulische und alle anderen bildungsrelevanten Aspekte im Umfeld der lernenden Person, die den Bildungserfolg gefährden (BBV Art. 10
    Abs. 5).

    Die schulische Begleitung leistet einen Beitrag zur schulischen Leistungsverbesserung der Lernenden. Als professionelle Förderung und Begleitung der Lernenden hat sie zum Ziel,

    • die Stärken der lernenden Person zu fördern
    • die Eigeninitiative und Selbsteinschätzung zu stärken
    • die Lern- und Leistungsmotivation zu stützen
    • die eigene Lerntechnik zu verbessern
    • die Lernenden in ihrem sozialen Umfeld zu unterstützen
    • die Lernenden zu befähigen, die standardisierten Ausbildungsanforderungen und das Qualifikationsverfahren erfolgreich zu meistern
    • den Anschluss der Lernenden an weiterführende Qualifikationen zu fördern

    Rechtliche Grundlagen / Anspruch

    Lernende in der zweijährigen beruflichen Grundbildung haben einen gesetzlichen Anspruch auf FiB. FiB richtet sich „an Personen mit Lernschwierigkeiten in der zweijährigen beruflichen Grundbildung.“
    BBG Art. 18 Abs. 2

    „Die fachkundige individuelle Begleitung umfasst nicht nur schulische, sondern sämtliche bildungsrelevanten Aspekte im Umfeld der lernenden Person.“
    BBV Art. 10 Abs. 5

    Die Gestaltung der FiB im Kanton Zürich richtet sich nach dem Kantonalen Rahmenkonzept zur fachkundigen individuellen Begleitung in der zweijährigen beruflichen Grundbildung für die Berufsfachschulen im Kanton Zürich
    (April 2007, Version 2)

    Organisation der FiB

    • FiB wird vom obligatorischen Unterricht abgetrennt angeboten, das heisst ausserhalb der offiziellen Unterrichtszeiten. Es ist eine ergänzende Lernbegleitung und –förderung.
    • FiB findet in der Regel an einem unterrichtsfreien Nachmittag statt (die Lernende ist verantwortlich für die Rücksprache mit dem Lehrbetrieb).
    • FiB findet primär in Form von Beratungsgesprächen mit FiB - Lehrpersonen statt.
    • FiB ist ein grundsätzlich freiwilliges Angebot.
    • FiB wird von erfahrenen Berufsschullehrpersonen mit Abschluss oder in Ausbildung des Zertifikatslehrgangs FiB an der ZHSF Zürich übernommen. Die jeweils zuständige FiB-Lehrperson kann, muss aber nicht die eigene Klassenlehrperson sein. Die Koordination übernimmt die FiB -verantwortliche Lehrperson.

    Ablauf

    Die Lernenden werden bei Ausbildungsbeginn über das FiB-Angebot informiert. Lernende, die diese Begleitung in Anspruch nehmen möchten, melden sich per E-Mail bei der dafür verantwortlichen Lehrperson: Frau Brigitte Ardüser, E-Mail brigitte.ardueser@zag.zh.ch. Diese weist die Lernende an die zuständige FiB-Lehrperson weiter. Die zuständige FiB-Lehrperson vereinbart mit der Lernenden ein Erstgespräch. Im Rahmen dieses Gesprächs wird eine Lernvereinbarung formuliert. Das in der Lernvereinbarung formulierte Vorgehen ist verbindlich. Es finden je nach Bedarf und Vereinbarung weitere Gespräche statt. Bei Bedarf und entsprechend der Vereinbarung werden zuständige Personen anderer Bereiche einbezogen (Lehrbetrieb, Überbetriebliche Kurse, Beratungsstellen) oder die Lernenden an Fachpersonen weiterverwiesen. Am Ende einer FiB-Phase wird ein Schlussgespräch geführt. Dabei wird Bilanz über den Verlauf der FiB gezogen und eventuell das weitere Vorgehen besprochen und vereinbart.

    Kosten

    Die FiB ist für Lernende kostenlos.

    Sie erhalten dann einen Besprechungstermin bei der zuständigen FiB-Lehrperson, an dem die Situation und das weitere Vorgehen besprochen und vereinbart werden. Die Besprechungstermine sind jeweils donnerstags zwischen 13.20 und 17.00 Uhr.

    Stützunterricht

    Stützunterricht ist ein zeitlich begrenztes Förderungsangebot, mit welchem die Lernenden das eigene Lernen verbessern, neue Lernstrategien erwerben bzw. die Sprachkompetenz verbessern können. Er hat zum Ziel, die schulischen Leistungen von Lernenden mit Lernschwierigkeiten zu verbessern. Der Stützunterricht orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Lernenden.

    Besuch des Stützunterrichts

    Das Angebot ist für Lernende konzipiert, bei denen das erfolgreiche Abschliessen der Ausbildung in Frage gestellt ist. Zur Auswahl stehen:

    • Sprachkompetenz
      • Förderung des schriftlichen und/oder mündlichen Ausdrucks in Deutsch
    • Lern- und Arbeitstechnik
      • Analysieren des eigenen Lernprozesses
      • Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten
      • Wissenslücken aufarbeiten

    Der Stützunterricht erstreckt sich in der Regel über ein bis zwei Semester. Nach zwei aufeinanderfolgenden Semestern Stützunterricht wird ein Unterbruch für mindestens ein Semester zur selbstständigen Vertiefung des Gelernten empfohlen. Der Stützunterricht fällt auf einen unterrichtsfreien Tag. Der Unterricht findet am Vormittag oder am Nachmittag während drei Lektionen (Sprachkompetenz und/oder Lern- und Arbeitstechnik) statt.

    Um einen Erfolg zu verzeichnen, wird von den Lernenden ein hohes Mass an Eigenverantwortung, Initiative und die Bereitschaft zum Lernen unter Einhaltung der geltenden Regeln vorausgesetzt. Bis auf allfällige Unterrichtsmaterialien ist der Besuch kostenlos. Wer den Stützunterricht besucht, kann während dieser Zeit kein Freifach belegen. Sofern der Stützunterricht während der Arbeitszeit stattfindet, ist der Besuch bis zu einem halben Tag pro Woche ohne Lohnabzug zu gestatten.

    Rechtliche Grundlagen

    BBG Art. 22/BBV Art. 20
    „Lexikon der Berufsbildung“

    Anmeldung

    Der Stützunterricht beginnt im Frühjahrsemester nach den Sportferien (Kalenderwoche 08) und beim Herbstsemester in der zweiten Schulwoche (Kalenderwoche 34). Folgende Personen können ein Gesuch für den Besuch von Stützunterricht beantragen:

    • AGS-Lernende/r
    • Gesetzliche Vertretung (bei Minderjährigen)
    • Lehrpersonen an der Berufsfachschule (Klassenverantwortliche, ABU-Lehrpersonen)
    • Verantwortliche des Lehrbetriebs

    Die Anmeldefrist für das Frühjahrsemester endet vor den Weihnachtsferien und beim Herbstsemester in der  Kalenderwoche 23. Zum Antragsformular.

  • Freifächer

    Die Freifächer werden von den Berufsfachschulen als freiwillige Ergänzung zur obligatorischen schulischen Bildung angeboten. Sie werden während der Arbeitszeit und in der Freizeit angeboten. Die Lernenden, die im Betrieb und in der Berufsfachschule ausreichende Leistungen erbringen, können Freifächer besuchen. Bis zu einem halben Tag pro Woche dürfen Freifächer auch in die Arbeitszeit fallen, ohne dass den Lernenden Lohnabzüge gemacht werden dürfen. Der Besuch erfolgt im Einvernehmen mit dem Betrieb. Bei Uneinigkeit entscheidet der Kanton.

    Rechtliche Grundlagen

    BBG Art. 22 Abs. 3/BBV Art. 20 Abs. 1
    «Lexikon der Berufsbildung

    Englisch

    Englisch ist als Weltsprache Voraussetzung zu einer fundierten Aus- und Weiterbildung und ist in unserem multikulturellen Umfeld Bedingung für gelungene Kommunikation mit Vorgesetzten, Mitarbeitenden, Klientinnen und Klienten.

    Informatik

    Der versierte Umgang mit dem Computer gehört heute im beruflichen wie im privaten Umfeld zu den zentralen Fertigkeiten. Das ZAG bietet im Rahmen des Freifachs einen Informatikkurs an, an welchem Kenntnisse in Windows, Textverarbeitung, Bildbearbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation erworben werden.

    Organisatorisches / Durchführung

    • Lernende im 1. Ausbildungsjahr können Freifächer gemäss Angebot ab dem 2. Semester besuchen.
    • Lernende im 2. Ausbildungsjahr können Freifächer gemäss Angebot in beiden Semestern besuchen.
    • Anzahl Lektionen pro Freifach und Woche: 2
    • Tag und Zeit des jeweiligen Kurses werden nach der Anmeldung bekanntgegeben.
    • Freifachkurse werden nur durchgeführt, wenn eine genügende Anzahl Anmeldungen eingehen.

    Zeugnis

    Freifächer werden benotet und erscheinen im regulären Zeugnis.

    Kosten

    Der Besuch der Freifächer ist bis auf allfällige Unterrichtsmaterialien für Lernende kostenlos.

    Anmeldung

    Nach einem vorgängigen Gespräch mit der klassenverantwortlichen Lehrperson, können Sie das Anmeldeformular unter ags@zag.zh.ch bestellen.

    Englisch im 1. Ausbildungsjahr (2. Semester)

    Die Anmeldung ist bis spätestens Mitte Dezember einzureichen und ist für das ganze Frühjahrssemester verbindlich. Nach Abschluss der Anmeldefrist wird an einem festgelegten Termin ein Englischtest durchgeführt, um die Einstufung in die entsprechende Niveauklasse vorzunehmen.

    Englisch im 2. Ausbildungsjahr (3. + 4. Semester)

    Die Anmeldung ist bis spätestens Ende Mai einzureichen und ist für das ganze 2. Ausbildungsjahr verbindlich. Nach Abschluss der Anmeldefrist wird an einem festgelegten Termin ein Englischtest durchgeführt, um die Einstufung in die entsprechende Niveauklasse vorzunehmen.

    Informatik im 1. Ausbildungsjahr (2. Semester)

    Die Anmeldung ist bis spätestens Mitte Dezember einzureichen und ist für das ganze Frühjahrssemester verbindlich.

    Austritt

    Austritte innerhalb des laufenden Freifachkurses sind nur in begründeten Fällen zulässig. Das entsprechende Antragsformular finden Sie hier.

  • Veranstaltungen

    Hier finden Sie die entsprechenden Informationsanlässe zur Ausbildung Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales.

Verantwortlich für das Programm AGS

Susanne Hess
Mitarbeiterin Schuladministration
Tel. 052 266 08 68
ags@zag.zh.ch
Brigitte Ardüser
Berufsschullehrerin
Programmleiterin AGS
Verantwortliche QV / Verantwortliche FiB
Tel. 052 266 09 96
brigitte.ardueser@zag.zh.ch
Robert Josuran
Berufsschullehrer
Verantwortlicher Zusammenarbeit Institutionen Grundbildung
Tel. 052 266 09 76
robert.josuran@zag.zh.ch